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Aktuelles

Liebe Unterstützer*innen unserer Initiative,

vielleicht haben Sie sich in diesen außergewöhnlichen und bedrückenden Zeiten auch schon gefragt, wie es den Menschen in all den Regionen der Welt geht, die nicht täglich im Fokus der Corona-Berichterstattung stehen und in denen Wohlstand und medizinische Versorgung das Privileg einer Minderheit sind. Und natürlich ganz konkret, was das für die von uns unterstützten Projekte bedeutet. Wir selbst stehen in den letzten Wochen in besonders engem Kontakt zu unseren Projektpartnern. Die schlechte Nachricht ist: Alle Projektländer sind betroffen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: In den Projekten selbst gibt es bisher keine bestätigte Covid-19-Erkrankung. Und dank einiger Sonderspenden konnten wir bereits auf verschiedene, besonders dringliche Hilfsanfragen mit zusätzlichen Zuwendungen reagieren.

Der Irrtum - Abgelegenheit schützt nicht vor Corona

Stand am Anfang neben den Befürchtungen der schnellen Virusausbreitung die Hoffnung, dass abgelegene Regionen vielleicht geschützt sind, wurde diese sehr schnell enttäuscht. Denn früher oder später gelangt das Virus doch in diese Gebiete, häufig durch Rückkehrer aus den großen Städten, die in dieser Situation lieber bei ihren Familien in der Heimatregion sind. Ist das Virus erst einmal eingeschleppt, kann es sich fast noch besser ausbreiten als in den Städten. Denn sowohl die medizinische als auch die hygienische Versorgung ist auf dem Land häufig noch prekärer als in den Städten. So ist ein Schutz vor Ansteckung sehr schwierig und eine adäquate Behandlung nicht gegeben.

Auch das niedrige Durchschnittsalter schützt angesichts der schlechten Versorgung mit ausgewogener Nahrung nur bedingt.

Noch keine Covid-19-Fälle, aber dennoch drastische Auswirkungen

Wie bereits erwähnt, wurden uns noch keine Erkrankungen gemeldet. Allerdings haben die in allen Projektländern verhängten Ausgangssperren dramatische Auswirkungen auf die Menschen, denen dadurch oft ihre Lebensgrundlage in Form von Einkommensverlust oder dem Verlust des sozialen Umfelds und der Versorgung mit Nahrungsmitteln genommen wurde.

Hoffnung - Hilfe macht Mut

Auch wenn es hier in Deutschland scheint, dass die Ärmsten vergessen werden, gibt es immer wieder kleine Hilfsinitiativen: So wurden bspw. in Thüringen von einer engagierten Unterstützerin liebevoll 130 Mund-Nasen-Schutzmasken genäht und gegen Spenden abgegeben. Der Erlös in Höhe von 1620 € floss unserer Initiative zu. Auf Wunsch der Initiatorin der Masken-Aktion wird das Geld eingesetzt um ärmsten Familien in Ghana - meist alleinerziehenden Müttern mit mehreren Kindern - die Registrierung in der staatlichen Krankenversicherung zu ermöglichen. Auch gingen etliche Sonderspenden ein, für die wir uns herzlich bedanken!

Bitte lassen Sie in Ihrem Engagement nicht nach und spenden Sie weiter! Jeder Euro ist so wichtig für die vergessenen Kinder in Ghana, Kamerun, Guatemala, Kolumbien, Peru und Chile. DANKE!

So sieht es in unseren Projekten aktuell aus:

Ein dramatischer Hilferuf erreichte uns in der Woche vor Ostern aus Binshua in Nordwestkamerun: Die Corona-bedingte Schließung der von uns unterstützten Schule fiel genau in die Zeit, in der sonst die Schulgelder für das zweite Halbjahr eingesammelt werden. Da die Schulgelder die Grundlage der Lehrergehälter bilden, stand plötzlich das gesamte Kollegium von 22 Lehrkräften ohne Aussichten auf ein Gehalt da, und das von März bis Juli. "Einige Lehrerinnen sind Mütter von Babys und Kleinkindern, und für alle Familien stellt das Lehrergehalt die einzige Einkommensquelle dar", so Schulleiter Denis Mudi. In dieser verzweifelten Lage konnten wir gemeinsam mit einer kleinen Unterstützergruppe aus Belgien den Lehrkräften von März bis Juli zumindest das halbe Gehalt und damit das Überleben sichern. 3600 € haben wir unseren Partnern hierfür überwiesen.

Auf unseren Rat hin haben die Lehrerinnen für Textilkunde für das Kollegium und Schüler begonnen, Masken zu nähen. In ihrem Umfeld haben sie damit große Nachfrage ausgelöst, aber zur Fortführung der Maskenherstellung fehlt es an Material.

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Maskenproduktion in Binshua

 
Brandaktuell gibt es heute, am 18.5. eine gute Nachricht aus Binshua: Am 1. Juni dürfen die Schulen wieder mit ihrer Arbeit beginnen. Denis Mudi schreibt dazu: "Wir werden alles tun um sicherzustellen, dass jeder Schüler und jede Schülerin eine Maske erhält, und dass der Abstand untereinander eingehalten wird." Hoffen wir, dass die Öffnung der Schulen nicht zu einem Anstieg der Covid-19- Erkrankungszahlen führt! 

Gute Nachrichten erreichten uns aus dem Distrikt Offinso in Ghana. Laut unserem Partner Nana Osei gibt es bisher keine bestätigte Covid-19 - Erkrankung im Bezirk Offinso. Wie alle anderen Schulen im Land ist auch die von uns auf vielfältige Weise unterstützte integrative Schule geschlossen. Justice Acheampong jedoch hat die Erlaubnis, die knapp 60 Familien mit geistig- und mehrfachbehinderten Kindern weiterhin zu besuchen, um sie zu unterstützen. 

Marta Quib, verantwortlich für das Radioschulprojekt des Vereins ADICI in der abgelegenen Region Nimla Sachal in Guatemala, richtete eine Hilfsanfrage an uns: "Die Familien unserer Schüler brauchen dringend finanzielle Unterstützung, um Grundnahrungsmittel zu kaufen. Denn durch die strikte Ausgangssperre fallen ihre ohnehin dürftigen Einnahmen weg. Für Hygieneprodukte haben sie erst recht kein Geld. Außerdem würden wir gerne einigen handwerklich geschickten Schülerinnen die Gelegenheit geben, sich für die Gemeinschaft einzusetzen, indem sie Schutzmasken nähen. Hierfür fehlt es aber an Nähmaschinen und Material für die Masken. Könnt ihr uns helfen?"

Mit einer zusätzlichen Zuwendung von 1000 € konnten unsere Partner zwei Nähmaschinen anschaffen, außerdem Material für 1500 Mund-Nase-Schutzmasken. Auch eine kleine finanzielle Unterstützung für die beiden Masken-Näherinnen und ihre Familen wird durch unsere Hilfe ermöglicht.

Besonders krass sind die Verhältnisse in Guapi an der südlichen Pazifikküste Kolumbiens, einer von der Regierung völlig vernachlässigten Region, die fast ausschließlich von Afrokolumbianern bewohnt wird. In einigen der Flussdörfer, z. B. in Santa Ana und La Calle, fördern wir ein Speisungs- und Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche. "Wie sollen wir hier mit dem Virus fertig werden?", fragte uns Ordensschwester Shoba. "Hier gibt es für 30.000 Menschen nicht einmal ein richtiges Krankenhaus, geschweige denn die Möglichkeit zur qualifizierten Behandlung ernsthaft erkrankter Personen. Außerdem sind die Preise für Lebensmittel durch die Pandemie enorm gestiegen. Und zu allem Übel ist in den vergangenen Wochen der bewaffnete Konflikt in unserer Region wieder aufgebrochen. Weil die Regierung die Vereinbarungen, die sie mit der FARC-Guerilla getroffen hat, nicht einhält, fühlt diese sich nun auch nicht an die Abmachungen gebunden und greift wieder zu den Waffen. Das wiederum ruft die ELN, eine andere Guerilla-Gruppe, auf den Plan, die sich nach dem Rückzug der FARC hier in der Region festgesetzt hatte. Die Zivilbevölkerung gerät wie so oft zwischen die Fronten. Am 3. Mai flohen 56 Familien aus dem Flussdorf Santa Ana und 18 Familien aus La Calle in Panik in die Stadt. Einige konnte bei Verwandten Unterschlupf finden, aber viele von ihnen stehen nun völlig mittellos da." 

Auch nach Guapi haben wir eine zusätzliche Hilfe von 1000 € gesendet. Schwester Shoba wird sie einerseits zur Unterstützung geflohener Familien einsetzen, andererseits, um Medizin für erkrankte Kinder zu kaufen. Ob es auch noch reicht, um einige der jungen Erwachsenen zu unterstützen, die im Rahmen des von uns geförderten Programms gerade dabei sind, sich ein eigenes Leben aufzubauen?

Mit zusätzlichen 800 € unterstützten wir unsere Partner des Vereins RUNAYAY in der peruanischen Hauptstadt Lima. Derzeit arbeiten sie dort mit 20 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ehemaligen Heimkindern, die vor der schwierigen Aufgabe stehen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Bei unserer Projektreise 2018 durften wir erleben, dass Mitarbeiter und Jugendliche eine große Familie bilden, eine Erfahrung, die diese Jugendlichen zuvor nicht kannten und umso dankbarer wahrnehmen. Ebenso viele Jugendliche haben das vierjährige Programm in den vergangenen Jahren bei RUNAYAY erfolgreich durchlaufen, eine Arbeitsstelle gefunden und zum Teil Familien gegründet. Der Kontakt zu der RUNAYAY-Familie bedeutet ihnen aber immer noch sehr viel. Durch die Pandemie haben nun 15 der Ex-RUNANAYler ihre Arbeitsstelle verloren, darunter einige Mütter mit Babys und Kleinkindern. Unsere Corona-Nothilfe ermöglicht eine dreimalige Unterstützung dieser jungen Menschen mit einem Paket von Grundnahrungsmitteln, jeweils im Abstand von drei Wochen.

 
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Helfer bereiten die Lebensmittelpakete für die Jugendlichen vor

Auch die Jugendlichen, die gegenwärtig von RUNAYAY betreut werden, benötigen durch die Pandemie eine spezielle Unterstützung. Die meisten von ihnen leben auf einem kleinen, spartanisch eingerichteten Zimmer.  RUNAYAY hat sich eine Sondergenehmigung besorgt, damit die Jugendlichen wenigstens alle zwei Tage das Haus verlassen dürfen, um im Quartier von RUNAYAY eine warme Mahlzeit zu bekommen und für den nächsten Tag ein Essenspaket mitzunehmen. Für die vielen langen Stunden, die die Jugendlichen allein auf ihren Zimmern verbringen müssen, haben die Mitarbeiter von Runayay sie mit Mal- und Bastelutensilien versorgt. 

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Die Jugendlichen freuen sich über ihre Versorgung mir Lebensmitteln

Mit einer zusätzlichen Hilfe in Höhe von 1000 € konnten wir auch auf den Hilferuf von David Ordenes aus Chile antworten. David, Gründer und Herz des Projektes La Caleta, beobachtet mit großer Sorge, wie sehr sich durch die Pandemie die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert: "Die Familien der Kinder mit denen wir arbeiten leben ohnehin von der Hand in den Mund. Durch die Pandemie brechen selbst diese kargen Einnahmen weg. Die Familien wissen nicht mehr, wovon sie leben sollen. Hinzu kommt dass sie in dieser belastenden Situation auf engstem Raum den ganzen Tag zusammen verbringen müssen, was zu vielen Konflikten führt. Die persönliche Nähe zu den Mitarbeitern von La Caleta, die für die Kinder und Jugendlichen sonst so wichtig ist, fällt weg." Auch die Sozialarbeiter und Erzieher von La Caleta haben eine Sondergenehmigung erhalten, um die Familien wenigstens einmal in der Woche besuchen und mit Lebensmitteln versorgen zu können. In der übrigen Zeit versuchen sie so gut wie möglich den Kontakt über Handy zu halten. "Für die Menschen ist es sehr wichtig, dass wir ihnen ein offenes Ohr schenken, dass sie ihre Sorgen und Ängste mit uns teilen können", erzählt David in einer Videokonferenz am 18.5. Wenn Sie mehr über das Gespräch mit ihm und die Situation in Chile erfahren möchten, lesen Sie den Artikel von Angela Rietdorf, den sie am 19.5. für die Rheinische Post geschrieben hat. Sie finden ihn unter der Rubrik Presse. 

 

Schließen möchten wir diesen Bericht mit einem hoffnungsvollen Gedanken von Schwester Shoba aus Guapi: "Bei all dem Leid, das durch die Pandemie ausgelöst wird, erleben wir doch auch so viel Hoffnungsvolles. Die Hilfsbereitschaft und die Solidarität, die wir von euch und auch in unserer nächsten Umgebung erfahren, ist wunderbar und lässt uns weiterleben. Ich hoffe, dass die Menschen diese Erfahrung auch in die Zeit hinüberretten können."

In diesem Sinne danken wir für all Ihre Unterstützung und wünschen Ihnen alles Gute. Vor allem: Bleiben Sie gesund und voller Hoffnung!

 

 

 



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